Bonner Netzwerk für Entwicklung

   
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Das Bonner Netzwerk für Entwicklung – Verantwortung, Gerechtigkeit, Zukunft wurde 2011 von der Stadt Bonn initiiert. In ihm sind derzeit 57 vorwiegend ehrenamtlich strukturierte Vereine vertreten. Zudem beteiligen sich die VHS Bonn, das Agenda-Büro, die Fair Trade Town-Steuerungsgruppe sowie das Amt für Internationales und Globale Nachhaltigkeit der Stadt Bonn aktiv am Netzwerk.

Alle Mitglieder des Bonner Netzwerks für Entwicklung eint das Eintreten für

  • weltweit gerechte Lebens- und Arbeitsverhältnisse,
  • ein nachhaltiges und faires Wirtschaften sowie für faire und gerechte Handelsbeziehungen,
  • einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und
  • für Frieden und Gerechtigkeit in allen Teilen der Welt.

Uns ist bewusst, dass die hierzulande anzutreffenden Lebensstile und Produktionsweisen häufig die Lebens- und Arbeitsbedingungen vor allem der Menschen im Süden sehr beeinträchtigen. Und dass dies wiederum ein treibendes Motiv für Flucht und Migration aus diesen Ländern ist.

Ziel des Bonner Netzwerks für Entwicklung ist, durch Auftritte und Veranstaltungen

  • gezielte Informationen zu diesen Zusammenhängen zu verbreiten,
  • Impulse zum Engagement vor Ort und in der Welt zu geben und
  • weitere Vereine, Initiativen und Organisationen in gemeinsame Vorhaben und Aktivitäten mit einzubinden.

Wir setzen uns für eine gerechte und friedvolle Welt ein, in der wir alle gleichberechtigte WeltbürgerInnen sind.

 

 Aktuell

 

Aktueller Newsletter der Regionalen Promotorenstelle Südliches NRW / Region Bonn

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Mit Terminen, Literatur und Hinweisen! Alle vorherigen Ausgaben finden Sie unter „Promotor".

Aktuelle Terminen und Hinweisen

 


  2017

 

  Hintergründe der diesjährigen Bonner Filmfair 2017

Das Motto der Filmfair 2017 lautete „Fairer Umgang mit Menschen und Kulturen, Ländern und Ressourcen“. Damit wurde nicht nur ein Minimalziel im Umgang mit den ärmeren und armen Ländern und den dort lebenden Menschen formuliert, sondern auch Filme gezeigt, die beispielsweise deutlich machen, dass nicht die Größe der Weltbevölkerung zu Klimawandel, zur Zerstörung von Ökosystemen und Lebensräumen sowie zu Hunger und Armut führt, sondern der wachsende Verbrauch von Energie, Wasser und Rohstoffen und die intensive Nutzung von Flächen, die insbesondere nur dem rund einem Fünftel der Menschheit zugute kommen, die in den Industrieländern leben. Die anderen 80 Prozent der Menschheit leben von weniger als zehn Dollar pro Tag. 

Viele von ihnen schuften für das Wohlergehen der Menschen in den reichen Industrieländern. So waren 2016 weltweit mehr als 40 Millionen Menschen Opfer moderner Formen der Sklaverei. 25 Millionen davon lebten in Zwangsarbeit – als Prostituierte, MinenarbeiterInnen, im Bergbau, der Landwirtschaft, in Fabriken, Privathaushalten und als Kindersoldaten. 15 Millionen davon wurden zwangsverheiratet. Eines von vier Opfern der modernen Sklaverei ist ein Kind gewesen. Das belegen die aktuellen, erschreckenden Zahlen der internationalen Arbeitsorganisation ILO. Nach Schätzungen von Unicef arbeiten 190 Millionen Kinder im Alter zwischen fünf und 14 Jahren. Millionen von ihnen sind Sklaven. Was lange der Vergangenheit anzugehören schien, ist heute brutale Wirklichkeit: Menschen werden zu SklavInnen gemacht und wie billige Ware behandelt. Auch in Europa, wo vorwiegend Frauen aus Osteuropa gewaltsam in unwürdige Arbeits- und Lebensverhältnisse gehalten und zur Prostitution gezwungen werden. 14.500 allein in Deutschland, so die Schätzung der australischen Walk Free Foundation.

„Um zu verstehen, wie wir uns gesellschaftlich verändern, muss ich mich mit denen beschäftigen, die einen enormen Einfluss darauf haben“, so der Dokumentarfilmer Marc Bauder in einem Interview mit dem Arthouse-Filmmagazin 2016. Von ihm zeigte die Filmfair 2014 den Dokumentarfilm "Master of the Universe" und in diesem Jahr den Spielfilm "Dead Man Working". Beide behandeln die Finanzkrise und erzählen von menschlichen Abgründen, Skrupellosigkeit und der Überheblichkeit deutscher Finanzjongleure. Für Bauder ist die Finanzkrise bis heute nicht gelöst, „sie ist nicht weg, sie ist nicht geklärt“. Für ihn als Filmer daher Grund genug, sich damit zu beschäftigen, „um beim nächsten Mal vielleicht aufmerksamer zu sein“. 

Was ihn als Dokumentarfilmer antreibt, entspricht der Motivation, die auch jährlich die Bonner Filmfair zum Leben erweckt: Fragen aufzuwerfen und neue Aspekte hinzuzufügen, in der Hoffnung, dass „der Zuschauer zumindest eine Frage mehr hat, nachdem er aus dem Film geht, als er vorher hatte“, so Bauder. Für Werner Boote, Filmemacher von „Population Boom“, ist es zudem wichtig, aktiv zu werden und gemeinsam die Probleme anzugehen „von denen ich meine, dass wir sie gemeinsam schleunigst anpacken sollten und auch in den Griff bekommen könnten. Das geht aber nur zusammen.“

OrgaTeam Filmfair 2017

Danke

Das Organisationsteam und die Koordination bedanken sich herzlich bei den Offiziellen Partnern, beim WOKI, bei allen Geldgebern und Sponsoren sowie bei den vielen weiteren Organisa-tionen und Vereinen, die die Bonner Filmfair in diesem Jahr unterstützt haben, insbesondere jedoch bei allen KinogängerInnen, LehrerIn-nen und SchülerInnen, die das diesjährige Angebot so zahlreich in Anspruch genommen haben. Insgesamt waren es gut 1.730 Menschen, die in Schulen und Kino mit dabei waren. – Herzlichen Dank!

Das OrgaTeam, von links: Julia Krojer, Oikocredit Westdeutscher Förderkreis, Britta Amorin, Agenda-Büro / Steuerungsgruppe Fair Trade Town Bonn, Albrecht W. Hoffmann, Koordination, Vanessa Püllen, Bildungsreferentin, Ann-Kathrin Voge, Weltladen Bonn, und Gunther Riebel, Partnerschaftsverein Bonn-La Paz.

 


 2016 

 

  Politik darf sich nicht aus der Verantwortung ziehen: Eine öko-faire
  Stadtentwicklung ist eine politische Gestaltungsaufgabe

4068 Unterschriften übergeben

Bonn, 11.10.2016. Anlässlich der Übergabe von 4.068 Unterschriftender Petition „Kein Primark vorm Haupt-bahnhof“ fordern die InitiatorInnen Bonn im Wandel e.V. und FEMNET e.V. die Stadtverordneten auf, sich als Menschen und PolitikerInnen für eine öko-faire Stadtentwicklung einzusetzen. Nachhaltige und faire Initiativen und Unternehmen müssen gefördert werden, statt den Konkurrenzdruck durch globale Ketten wie Primark, die auf Kosten von Mensch und Natur wirtschaften, weiter zu erhöhen. Diese Verantwortung für eine öko-faire Stadtentwicklung kann und darf nicht an Investor_innen und Konsument_innen delegiert werden. – Diese Ansicht teilt auch das Bonner Netzwerkwerk für Entwicklung. Albrecht W. Hoffman war in seiner Rolle als regionaler Promotor und Vertreter des Bonner Netzwerks einer der vier, die die mehr als 4.000 Unterschriften an die Stadt Bonn übergeben haben.

BU: V.l.n.r. Gesa Maschkowski, Bonn im Wandel, Martin Schumacher, Stadt Bonn Dezernat IV/ Kultur, Sport und Wissenschaft, Daniela Baum, Bonn im Wandel, Albrecht W. Hoffmann, Regionalpromotor, Gisela Burckhardt, Femnet.        Foto: © Bonn im Wandel e.V.

Vollständige Pressemitteilung von Femnet und Bonn im Wandel

 


 

  Erfolgreiches Ende der Bonner Filmfair 2016

Der Kinosaal war bis auf den letzten Platz gefüllt. „Demain / Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen" erwies sich am Sonntagabend, den 23.10., als Publikumsmagnet. Ein Film, der in Kooperation mit dem Bonner Institut Français gezeigt wurde und der viele Ansätze für die nachhaltige Lösung gegenwärtiger Herausforderungen im Alltag von Menschen darstellt: Klimawandel und Energiesparen, regionale Währung, Versorgung mit regionalen und lokalen Lebensmitteln, usw.

„Wir wollen zeigen, dass alles miteinander verbunden ist", so der Dokumentarfilmer Cyril Dion. „Dass es nicht möglich ist, die Probleme separat zu behandeln. Die westliche Landwirtschaft beispielsweise ist komplett vom Öl abhängig. Ändert man das Landwirtschaftsmodell, ändert sich zugleich auch das Energiemodell."

Etliche BesucherInnen meinten, der Film mache gute Stimmung, gebe Hoffnung und müsse unbedingt noch einmal gezeigt werden. Gerade auch für die, die an dem Abend keinen Platz mehr im Kinosaal fanden. Beim anschließenden Sekt, Saft und Wasser freuten sich schon etliche auf die Filmfair 2017. 96,3 Prozent der Befragten, die einen qualitativen Fragebogen im Anschluss von drei Kinoabenden ausgefüllt hatten, wünschen sich ebenfalls eine Fortführung der Bonner Filmfair im kommenden Jahr!

Insgesamt besuchte etwas mehr als 700 Menschen die 16 Kinoabende der Bonner Filmfair 2016

Wir vom Organisationsteam danken allen herzlich, die die Filmfair 2016 möglich gemacht haben: WOKI, unsere Partner und Medienpartner, die Mittelgeber Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Engagement Global gGmbH, die Stiftung Umwelt und Entwicklung, die Stadt Bonn und Oikocredit Westdeutscher Förderkreis als Hauptsponsor sowie die ausgezeichneten ExpertInnen und ModeratorInnen, die die Diskussionsabende sehr interessant gemacht haben.
Ihnen allen herzlichen Dank!

 


 

DSC00027Infostände, Sonne, Models und faires Frühstück

Mehr als letztes Jahr, sagten die, die das wissen mussten. Mehr Menschen, die am Samstag, den 24.9., an den Frühstückstischen saßen, während Models mit fairen Klamotten den roten Teppich auf dem Münsterplatz entlangliefen. Viele mussten warten, um an Kaffee, Tee und Frühstücksteller zu kommen. Honig, Saft und Schokocreme standen bereits auf den Tischen. Gespendet von Bergfeld's Biomarkt, Momo Bioladen, Contigo, DW-Shop, Gilgen's, fair+mobil, REWE, Bio Bauer Palm und vom Bonner Weltladen.

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Koordiniert von FEMNET wurde die "Rundum fair" von Bonner. Organisationen getragen: Agenda-Büro, Fair Trade Steuerungsgruppe, Weltladen, Katholisches Stadtdekanat, Greenwalker,  Verbraucherzentrale und Bonner Netzwerk für Entwicklung. 40 HelferInnen waren es insgesamt, die aufbauten, abwuschen, Brötchen aufschnitten und nach 14 Uhr wieder abbauten. Ökoläden und Geschäfte hatten das, was es zu Essen und Trinken gab, gespendet. Und auch die Messer, die der Lieferant vergessen hatte, wurden kurzerhand vom Kaufhof ausgeliehen. Es war ein voller Erfolg für alle!

 


 

Plakat Filmfair 2016 final

Bonner Filmfair 2016

Zum vierten Mal wird die Bonner Filmfair (siehe auch www.filmfair.de) anlässlich der Fairen Woche in diesem Jahr durchgeführt. Sie beginnt am Samstag, den 3. September, mit dem Dokumentarfilm "Enstation Fortschritt?" und endet am Sonntag, den 23. Oktoberm, mit dem Dokumentarfilm "Demain / Tomorrwo – Die Welt ist voller Lösungen". Gezeigt werden insgesamt 16 thematisch zusammengehörende Dokumentar- und Spielfilme.

In diesen international ausgezeichneten Filmen geht es um Flucht und Ankommen in Europa, um den Kampf um Landbesitz und Existenzsicherung, um Hunger und zukunftsweisende Alternativen, 10 Milliarden Menschen ernä

hren zu können. Die Filme handeln von moderner Sklavenarbeit, von Millionengeschäften und grundlegenden menschlichen Rechten, von Menschenwürde, vom Aufbegehren und Schmerz sowie von Macht und Einfluss von Banken und Wirtschaftsmanagern, die zunehmend das Alltagsleben vieler Menschen bestimmen.

Im Anschluss an die Dokumentarfilme finden dienstags moderierte Diskussionen mit geladenen Fachreferentinnen 

und Fachreferenten und dem Publikum statt. Donnerstags werden thematisch dazugehörende Spielfilme gezeigt. Beginn ist immer 19:30 Uhr im WOKI, Kino am Bertha-von-Suttner-Platz 1-7.

Die Filmfair 2016 wird von den 60 Vereinen des Bonner Netzwerks für Entwicklung getragen. Hierfür zeichnen stellvertretend das Agenda-Büro der Stadt Bonn als Mitglied der Fair Trade Town Steuerungsgruppe, Bonn–La Paz, Weltladen Bonn, Oikocredit Westdeutscher Förderkreis und Ideenschmiede für Nachhaltigkeit verantwortlich.

Kooperationspartner sind wie die Jahre zuvor das Agenda-Büro der Stadt Bonn als Mitglied in der Fair Trade Town-Steuerungsgruppe, das WOKI und die Ideenschmiede für Nachhaltigkeit. Projektträger ist Zukunftsfähiges Bonn.

Finanzielle Förderer sind 2016 Engagement Global im Auftrag des BMZ, die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW und die Stadt Bonn. Hauptsponsor ist Oikocredit Westdeutscher Förderkreis.
Zudem konnten Medienpartner wie epd-film, welt-sichten sowie General-Anzeiger und Offizielle Partner wie Femnet, Germanwatch, Institut Français und Südwind-Institut gewonnen werden.

Der kleine Saal im WOKI umfasst 80 Sitzplätze. Reservieren Sie rechtzeitig! Die Abendkasse öffnet 30 Minuten vor Filmbeginn.

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Demonstration 29.6

Kein Primark auf dem Bahnhofsvorplatz

Am 30. Juni entschied sich der Bonner Stadtrat für die Bauvorhaben am Bahnhofsvorplatz. Einer der Hauptmieter wird dort die irische Wegwerf-Modekette Primark sein. Dagegen protestierten tags zuvor einige Hundert Bonnerinnen und Bonner und zogen am späten Nachmittag vom Viktoriakarree zum Bahnhofsvorplatz und wieder zurück.

Begleitet wird dieser Protest von einem Offenen Brief an die Bonner Stadtverordneten, den die Vereine FEMNET und Bonn im Wandel initiiert hatten und der von 21 Organisationen unterstützt wird. Darunter auch Germanwatch, das Bonner Netzwerk für Entwicklung, DGB Kreisvorstand Bonn-Rhein/Siegund und Eine-Welt-Promotor Region Bonn.

Darüber hinaus wurde eine Online-Petition geschaltet, die inzwischen abgelaufen ist. Über 4.000, davon 2.729 aus Bonn, unterzeichneten diese Petition. 

Gegenwärtig lässt der Verein Viva Viktoria die Möglichkeit eines Bürgerbegehrens gegen den Stadtratsbeschluss vom 30.6. prüfen.

Weitere Informationen unter:
http://bonnimwandel.de/
http://www.femnet-ev.de/index.php/de/           
 
 
 
 
 
 
 

Im Netzwerk sind vertreten:

Flyer Bonner Netzwerk für Entwicklung
(Stand 2013)